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Der Palast bekennt sich zu seinen jüdischen Wurzeln – und zeigt Flagge

Vor 100 Jahren begann die bewegte Bühnengeschichte des Friedrichstadt-Palastes: Am 29. November 1919 eröffnete der jüdische Theatervisionär Max Reinhardt das Große Schauspielhaus – den Vorgängerbau des Palastes.

 

Seit Beginn der Jubiläumsspielzeit 2019/2020 beleuchtet der Palast mit vielfältigen Aktionen die wechselvolle Geschichte des Hauses. Rechtzeitig zum 100. Geburtstag wurde auch eine Flagge mit Davidstern und der Aufschrift ‚Jüdische Wurzeln seit 1919‘ auf Deutsch und Englisch vor dem Haupteingang gehisst.

 

27. November 2019: Friedrichstadt-Palast bekennt sich zu seinem jüdischem Ursprung und hisst Flagge mit Davidstern und Aufschrift ‚Jüdische Wurzeln seit 1919‘ | Foto: Pedro Becerra

 

„Unsere Gründer von 1919 litten später unter den Nazis. Max Reinhardt als Jude, Erik Charell als Jude und Homosexueller sowie Hans Poelzig als expressionistischer Architekt. Reinhardt und Charell gingen ins Exil, Poelzig erhielt Berufsverbot“, sagt Intendant Dr. Berndt Schmidt. „Das steckt im Haus, und das ist eine Verpflichtung. Erst recht nach dem Anschlag auf die Synagoge in Halle oder Angriffen auf Rabbiner und jüdische Gläubige in Deutschland.“

 

Vor dem Hintergrund seiner wechselvollen Geschichte setzt sich der Palast heute bewusst für Freiheit, Vielfalt und Demokratie ein.

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