Seit fast hundert Jahren ist der Palast Berlins erste Adresse für große Unterhaltung. 1910 bespielte Max Reinhardt erstmals die Arena des damaligen Circus Schumann, damals noch im ursprünglich als Markthalle errichteten Bau am Schiffbauerdamm unter der Adresse ‚Am Zirkus 1‘. Als Reinhardt 1919 dort das Große Schauspielhaus gründete, den Vorgänger des Palastes, schuf der modernistische Architekt Hans Poelzig in seinem Auftrag einen grandiosen Theaterbau. Ab 1924 kreierte der neu eingesetzte künstlerische Direktor Erik Charell Revuen, die den Ruf und die Ästhetik der Berliner „Goldenen Zwanziger” bis heute prägen.

 

Am 18. Januar 1934 wird das Haus als nationalsozialistisches Propagandatheater unter dem Namen „Theater des Volkes“ weitergeführt. Das größte Theater des Reiches war direkt dem Reichspropagandaminister Joseph Goebbels unterstellt. Schon im Herbst 1945 wurde der Theaterbetrieb wiederaufgenommen. Am 1. November 1947 erhielt es den heutigen Namen Friedrichstadt-Palast. 1980 musste der alte Palast geschlossen und später abgerissen werden, da sich der Untergrund gesenkt und der Bau dadurch statisch verzogen hatte. Am 27. April 1984 wurde der neue Palast an der Friedrichstraße 107 als letzter großer Prachtbau der DDR neu eröffnet.

 

An der Friedrichstraße 107 wird die Tradition der Revue glamourös und modern fortgeführt. Die größten Namen der Showbranche standen schon auf der Bühne dieses legendären Hauses. Um nur ein paar zu nennen: Shirley Bassey, Joe Cocker, Phil Collins, Udo Jürgens, Hildegard Knef, Liza Minnelli und Caterina Valente.

Dauerausstellung zur Geschichte des Hauses und des Theaterviertels East End

Im Foyer wurde 2010 eine Dauerausstellung zur Geschichte des Theaterviertels eröffnet. Unter den Exponaten sind Teile der Bühnenmaschinerie, die Max Reinhardt im alten Palast einbauen ließ. Es sind die letzten Zeugnisse dieses großen Hauses. Ein paar Zentimeter über diesen Bühnenteilen, nur durch die Bühnenbretter getrennt, standen Marlene Dietrich, Louis Armstrong oder Josephine Baker. In der Ausstellung wird die frühere und heutige Dichte der Unterhaltungshäuser im Theaterviertel East End und entlang der Friedrichstraße deutlich.

Made in GDR

Nach drei Jahrzehnten tadellosen Einsatzes wurde 2013 die gewaltige Trafo-Station im Keller des Palastes durch eine moderne Anlage ersetzt. Bevor ein Stück DDR-Industrie­geschichte verschwand, warf der renommierte US-Fotograf Steven Coppenbarger einen letzten Blick auf die Anlage. Hier die Fotoserie in DIE ZEIT.

Denkzeichen für die Gründer des Palastes

Die Bühnengeschichte des Palastes beginnt am 28. November 1919 mit der Eröffnung des Großen Schauspielhauses. Den Weltruhm dieser Berliner Unterhaltungsbühne begründeten die drei herausragenden Künstler Max Reinhardt, Hans Poelzig und Erik Charell. Zu ihren Ehren steht ein Denkzeichen an der Friedrichstraße 107.

 

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#MeinPalast

Rund 300 Mitarbeiter*innen sorgen auf und abseits der Bühne tagtäglich dafür, dass das ‚Gesamtkunstwerk Palast‘ erstrahlt. Hier stellen wir regelmäßig einzelne Mitarbeiter*innen vor.

 

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Show-Band

Die Show-Band des Palastes ist mit 16 Musiker*innen im Ensuite-Betrieb eine der größten der Welt.

 

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Backstage

Werfen Sie einen Blick hinter die Kulissen der größten Theaterbühne der Welt.

 

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