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Berlin für wenig Geld

Samstag in Berlin

Wer Berlin erleben möchte, muss nicht zwangsläufig auch viel Geld in der Stadt lassen. Es gibt zahlreiche günstige und sogar kostenlose Angebote und Freizeitmöglichkeiten. Sowieso ist Berlin im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen relativ günstig. Einige der interessantesten Optionen möchten wir Ihnen im Folgenden aufzeigen.
 

Reiseführer und Stadtführungen

Berlin MitteJeweils von Donnerstag bis Sonntag startet um 11 Uhr am Brandenburger Tor eine kostenlose Führung durch Berlins Mitte. Die circa zweieinhalb Stunden lange Tour führt natürlich auch zu den berühmtesten und bekanntesten Plätzen Berlins. Interessiert? Die Stadtführer*innen erkennen Sie an einem roten Shirt oder an einem roten Regenschirm – je nach Wetterlage.
 
Sich über die Berliner Mauer zu informieren, muss auch kein Geld kosten. Von der Bundeszentrale für politische Bildung wird eine kostenlose App mit Mauerverlauf und vielen Bild- und Tondokumenten angeboten.
 
Berlin hat auch zahlreiche Möglichkeiten in petto, sich günstig ein Fahrrad auszuleihen. Wer gerne Rad fährt, kann sich für kleines Geld eines leihen und die Hauptstadt gleich auf eigene Faust erkunden.
 
Besonders budgetschonend ist eine Stadtrundfahrt mit der öffentlichen Buslinie 100 oder eine Sightseeing-Tour mit der S- oder Straßenbahn. Hier zahlen Sie weniger als drei Euro für einen Einzelfahrschein – damit ein wertvoller Tipp für Berlin für wenig Geld. Wenn Sie in einer Gruppe von bis zu 5 Personen unterwegs sind ist die günstigste Möglichkeit eine Kleingruppen-Tageskarte für 17,30 €.
 

Kostenlose Museen

Berlin hat etliche Museen im Angebot, die generell keinen Eintritt kosten oder zu bestimmten Zeiten freien Eintritt bieten.
 
Willy-Brandt-HausGeschichtsinteressierte kommen zum Beispiel im Alliierten-Museum, im Willy-Brandt-Haus, im Haus der Wannsee-Konferenz oder in den zahlreichen Gedenkstätten (Berliner Mauer, Stille Helden, Deutscher Widerstand) oder in den Heimatmuseen Köpenick und Lichtenberg voll auf ihre Kosten. Sportlich geht es im Sportmuseum oder im Grünauer Wassersportmuseum zu. Kunstgenuss erleben Sie im Daimler Contemporary oder der Abguss-Sammlung Antiker Plastik.
 
Weitere Tipps? Wie wäre es mit der Archenhold-Sternwarte für Sterngucker? Dem Energie-Museum? Dem Tränenpalast mit der Geschichte zur deutschen Teilung? Dem Ibero-Amerikanischen Institut? Dem Knoblauchhaus (Wohnkultur des Biedermeier)? Museum in der Kulturbrauerei? Oder mit der Museumswohnung, in der Sie kennen lernen, wie eine typische Ost-Berliner Wohnung in Zeiten der DDR aussah.
 

berlinpass und WelcomeCard: Berlin günstig kennen lernen

Holocaust Mahnmal Berlin

Der berlinpass macht es Bezieher*innen von Hartz IV, Sozialhilfe, Grundsicherung oder Leistungen nach dem Asylbewerbergesetz möglich, vergünstigten Eintritt bei Kultur-, Bildungs-, Freizeit- oder Sportangeboten zu erhalten. Dies gilt zum Beispiel im öffentlichen Nahverkehr (Berlin-Ticket S), für die Philharmonie, den Friedrichstadt-Palast, für die Berliner Bäderbetriebe, den Tierpark Friedrichsfelde und Zoo Berlin oder auch für die Volkshochschulen und Bibliotheken.
 
Mit der Berlin WelcomeCard können Sie zwischen 25 und 50 Prozent bei rund 200 kulturellen und touristischen Anbietern in Berlin und auch Potsdam sparen. Es handelt sich um ein Rundum-Sorglos-Paket für Berlin-Besucher für einen Preis ab 19,50 €. Neben attraktiven Rabatten, bekommen Sie auch einen übersichtlichen Stadtplan und Kurzreiseführer, Fahrscheine für öffentliche Verkehrsmittel und kostenfreie Eintritte für bis zu drei Kinder im Alter zwischen sechs und 14 Jahren.
 

Kultur und große Shows erleben

Mitten am Tag ein klassisches Konzert der Extraklasse genießen? Für wenig Geld? Kommen Sie zum Lunchkonzert in der Philharmonie. Rund 45 Minuten ab 13 Uhr zu freiem Eintritt Kultur atmen und es sich einfach gut gehen lassen. Achtung: Die Plätze sind sehr gefragt, ein frühzeitiges Erscheinen ist zu empfehlen.
 
Bei 48 Stunden Neukölln können Sie ein vielfältiges Kunst- und Kulturfestival erleben. Dieses Fest lebt vom Engagement und der Eigeninitiative der Akteur*innen, die meist ohne finanzielle Förderung auskommen müssen und findet immer im Sommer statt.
 
Friedrichstadt-Palast

Auch im Friedrichstadt-Palast können Sie zu günstigen Preisen eine Grand Show erleben. Tickets gibt es bereits ab 19,80 € mit Ermäßigungen für Rentner*innen, Schüler*innen, Student*innen, Menschen mit Behinderung, berlinpass-Inhaber*innen und für Gruppen. Informieren Sie sich hier über die zahlreichen Ermäßigungsangebote.
 
Der Palast ist das meistbesuchte Theater Berlins und gehört laut der renommierten „New York Times“ zu den ganz großen Berlin Highlights (Top 10 „Must-See“). Für THE ONE Grand Show wurden die 500 Kostüme vom Stardesigner Jean Paul GAULTIER entworfen.

 
Bei der längst legendären Christopher Street Day Parade im Juni werden jährlich rund eine Million Menschen erwartet, die für die Rechte von Homo-, Trans-, Inter- und Bisexuellen auf die Straße gehen. Der Eintritt ist stets frei und willkommen sind alle Menschen, die lebenslustig sind und Spaß am Feiern haben.
 
Die Fête de la Musique ist ein Event für Amateur- und Berufsmusiker*innen, DJs und Performer*innen aller Art, die im öffentlichen Raum umsonst auftreten. Dieses große Fest findet jedes Jahr in mehr als 500 Städten weltweit am 21. Juni statt – und eben auch in Berlin.
 
FoLEintritt frei heißt es auch beim Festival of Lights im Oktober, bei dem mehrere Gebäude und Plätze bunt erleuchtet werden. Besonders beeindruckend erscheinen dabei der Berliner Dom, das Brandenburger Tor, das Berliner Schloss, der Potsdamer Platz oder das Nikolaiviertel.
 
Der Tag des offenen Denkmals lockt ebenfalls mit freiem Eintritt. Jedes Jahr im September öffnen hierzu historische Stätten und Bauten ihre Tore und Türen.
 
Wie Sie sehen, gibt es unzählige Möglichkeiten, Berlin für wenig Geld jeden Tag aufs Neue zu erleben. Viele der zahlreichen Berliner Sehenswürdigkeiten sind ohnehin kostenlos und frei zugänglich. Ein letzter Tipp: Genießen Sie die Aussicht von der Siegessäule aus! Günstiger als der Fernsehturm und dennoch unbezahlbar.
 

Credits:
Ausblick über Berlin Mitte | Foto: Flickr / Sascha Kohlmann (CC BY-SA 2.0)
Innenhof Willy-Brandt-Haus | Foto: Flickr / Pascal Volk (CC BY-SA 2.0)
Holocaust Mahnmal | Foto: Flickr / Wendelin Jacober (CC BY 2.0)
Berliner Dom Festival of Lights | Foto: Flickr / Till Krech (CC BY 2.0)

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