#KartenGegenTaten

Mit seiner Initiative #RespectEachOther und den ‚Colours of Respect‘ steht der Palast ein für Vielfalt, Freiheit und Demokratie.

 

Im Rahmen dieser Initiative haben wir auch die Kampagne #KartenGegenTaten initiiert. Mit #KartenGegenTaten wenden wir uns an Menschen, die unverschuldet (also ohne eigenes Zutun) von links, von rechts oder aus der Mitte der Gesellschaft heraus verbalen oder tätlichen Hass, Rassismus, Sexismus, Diskriminierung, Homophobie oder Antisemitismus erleiden müssen.

Finsternis kann keine Finsternis vertreiben. Das gelingt nur dem Licht.
Martin Luther King

Eine kleine Aufzählung – ohne Anspruch auf Vollständigkeit -, wer Betroffene von Hass und Gewalt sein könnten:
 

  • Menschen, die aufgrund einer Behinderung Anfeindungen erleiden
  • Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts Diskriminierung oder Sexismus erleiden, also bspw. Frauen oder Mädchen, die in U-Bahnen oder Freibädern oder am Arbeitsplatz mündliche oder tätliche sexuelle Übergriffe erleiden
  • Politiker*innen, denen allein aufgrund der Tatsache, Mitglied einer bestimmten Partei zu sein (im rechten wie im linken Spektrum), verbale, körperliche oder materielle Gewalt (Anzünden oder Beschädigen von Autos, Abgeordnetenbüros etc.) widerfährt
  • Menschen, die allein aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihres Aussehens Anfeindungen erleiden
  • Menschen, die allein wegen ihrer Religion oder des Tragens religiöser Symbole (Kreuz, Kopftuch, Kippa, …) oder weil sie konfessionslos sind, angefeindet werden
  • Deutsche ohne Migrationshintergrund, die aufgrund ihres Deutschseins angefeindet werden, ebenso wie Deutsche mit Migrationshintergrund, die deswegen diskriminiert oder nicht akzeptiert werden oder Nicht-Deutsche, die sich in Deutschland aufhalten und wegen ihres Nicht-Deutschseins oder ihrer Nationalität angefeindet werden

Als Landeseinrichtung ist unser Haus der Palast aller Berliner*innen und aller in Deutschland lebenden Menschen. Betroffene sollen spüren, dass die Tat und die Täter*innen gesehen werden und dass „wir“, die Mehrheit der Gesellschaft, auf der Seite der Betroffenen sind. „Die Gesellschaft“ sind für uns alle, die deutsch geboren oder deutsch wurden oder in Deutschland längere Zeit oder dauerhaft leben.

 

Die meisten schlechten Taten sind mit guten Taten nicht aus der Welt zu schaffen, aber Anteilnahme hilft den Betroffenen dennoch mehr als Schweigen und Wegsehen. #KartenGegenTaten ist keine Wiedergutmachung, es ist nur ein kleiner Trost, ein kleiner Akt der Solidarität und der Versicherung, nicht allein zu sein. Nicht mehr und nicht weniger.

 

Wenn Sie selbst von Hass und Gewalt betroffen sind oder jemanden kennen, der oder dem ein kleiner Akt der Solidarität guttun könnte, dann schreiben Sie uns unter respect@palast.berlin

 

Bitte stellen Sie unbedingt sicher, dass die Menschen, die Sie uns nennen, einverstanden damit sind, dass Sie das tun und es ihnen nicht unangenehm ist. Das könnte bspw. Scham sein oder vielleicht ist jemand einfach noch nicht bereit dafür, weil die Verletzung zu tief sitzt. Wir wollen mit #KartenGegenTaten etwas Gutes tun, aber niemanden in Verlegenheit bringen. Im Zweifel nennen Sie bitte keinen Namen und beschreiben das Anliegen erst einmal neutral. Herzlichen Dank.

Kuratorium

Das Kuratorium unterstützt und berät #KartenGegenTaten in allen Grundsatzfragen und gibt Anregungen, wie und wo wir Betroffene von Hass und Gewalt am besten erreichen und ansprechen. Sie erreichen das Kuratorium oder einzelne Mitglieder mit Ihren Fragen und Anregungen über folgende E-Mail: kuratorium@palast.berlin

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