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29. September 2026

Pilze sammeln Berlin: 7 Gebiete, Saison und Tipps für Deine Pilzsuche

Im Herbst beginnt die Pilzsaison und Du musst dafür nicht einmal Berlin verlassen. Auch in der Stadt gibt es zahlreiche feuchte Moor- und Waldgebiete, in denen Du mit etwas Glück fündig wirst. Zu den heimischen Arten zählen Steinpilze, Maronen, Papageientäublinge, Perlpilze und der Große Riesenschirmling (Parasol). Schnapp Dir einfach ein Messer und ein Körbchen und mach Dich auf in die Berliner Wälder. Wir verraten Dir, wann die Pilzsaison startet, wo Du die besten Orte findest und worauf Du bei der Pilzsuche achten solltest.

Pilze im Wald

Foto von Jesse Bauer, Unsplash

Wann ist die Pilzsaison in Berlin? 

Die Saison beginnt früher, als viele denken: Bei feuchter Witterung zeigen sich Pfifferlinge bereits ab Juni oder Juli. Die Hauptsaison für Steinpilze, Maronen und Rotkappen liegt zwischen September und Oktober und zieht sich in milden Jahren bis in den November.

Mit den kälteren Monaten kommen Winterpilze wie Austernseitlinge und Samtfußrüblinge hinzu, die Du sogar nach den ersten Frosttagen noch findest. Gute Chancen hast Du ein bis zwei Wochen nach ausgiebigem Regen, wenn die Böden feucht und die Temperaturen noch mild sind. Bleibt der Sommer trocken, kann sich der Saisonbeginn deutlich verzögern. 

Der Herbst bleibt trotzdem die beste Zeit für eine Pilztour in Berlin: Dann sprießen Speisepilze und die ersten Winterpilze parallel in den Wäldern. 

Speisepilz oder Giftpilz? Die wichtigsten Verwechslungen

In Deutschland gibt es rund 14.000 Pilzarten, aber nur rund 200 gelten als Speisepilze und 150 als giftig. Manche Doppelgänger sehen sich zum Verwechseln ähnlich und wachsen genau dort, wo Du auch Steinpilze findest. Diese Paare solltest Du kennen, bevor Du in Berlin losziehst.

  • Wiesenchampignon vs. Grüner Knollenblätterpilz: Den Doppelgänger erkennst Du an weißen Lamellen statt rosa bis brauner, einer Knolle mit Scheide am Stielgrund und einem häutigen Ring. Beachte: Der Grüne Knollenblätterpilz ist tödlich giftig.
  • Steinpilz vs. Gallenröhrling: Der Gallenröhrling hat rosa Röhren, einen grob und dunkel genetzten Stiel und einen sehr bitteren Geschmack.
  • Stockschwämmchen vs. Gift-Häubling: Der Gift-Häubling kommt häufig einzeln oder gesellig vor, kann aber auch büschelig wachsen. Sein Stiel ist silbrig-langfaserig, überhaucht und völlig schuppenlos. Beachte: Der Pilz ist tödlich giftig.
  • Pfifferling vs. Falscher Pfifferling: Der Falsche Pfifferling hat echte Lamellen statt stumpfer Leisten und ist nahezu geruchlos.
  • Perlpilz vs. Pantherpilz: Der Pantherpilz hat rein weiße Flöckchen, eine Stielbasis ohne rötliche Verfärbung und eine deutlich gerandete Knolle.

Tipp: Der Grüne Knollenblätterpilz kommt auch in den Berliner Wäldern vor. Schon kleine Mengen können tödlich sein. Die Grundregel beim Pilzesammeln lautet: Iss nur Pilze, die Du ohne Zweifel bestimmt hast. Gerade am Anfang ist es hilfreich, mit erfahrenen Sammlern oder bei einer Pilzführung zu starten. Darüber hinaus kannst Du Deine Funde in Berlin bei der Pilzberatungsstelle im Museumsgebäude des Botanischen Gartens kontrollieren lassen.

Was ist beim Pilzesammeln erlaubt?

Grundsätzlich darfst Du Pilze an frei zugänglichen Stellen sammeln. Das regelt die sogenannte Handstraußregel im Bundesnaturschutzgesetz (§ 39). Erlaubt sind geringe Mengen für den persönlichen Bedarf. Als Orientierung dient ein gut gefülltes Körbchen, in etwa ein bis zwei Kilogramm pro Person. Nimmst Du größere Mengen mit oder verkaufst sie, riskierst Du ein Bußgeld.

In Naturschutzgebieten ist das Sammeln verboten und es gilt ein strenges Wegegebot. Das betrifft auch Teilflächen beliebter Stadtwälder wie des Grunewalds oder des Köpenicker Forsts. 

Tipp: Prüfe vorab in den Karten der Berliner Forsten oder im Geoportal, wo die Schutzgrenzen verlaufen.

Pilze sammeln in Berlin und Umgebung: Die besten Wälder und Forste

In Berlin und Umgebung gibt es viele waldreiche Gebiete, die sich hervorragend zum Pilzesammeln eignen.

verschiedene Pilzsorten auf einem Holztisch

Foto von Andrew Ridley, Unsplash

Der Grunewald – für Anfänger und Profis

Der Grunewald ist eines der größten und bekanntesten Waldgebiete Berlins und bietet eine Vielzahl von Speisepilzen. Vor allem im Herbst stößt Du hier auf zahlreiche Steinpilze, Pfifferlinge und schmackhafte Rotkappen. Die unterschiedlichen Waldböden und -strukturen begünstigen das Wachstum vieler Pilzarten, sodass Du mit Sicherheit fündig wirst.

Die Müggelberge – Pilze sammeln direkt vor der Haustür

Wenn Du nicht weit aus Berlin hinausfahren willst, sind die Müggelberge im Bezirk Treptow-Köpenick eine gute Anlaufstelle. Im etwa sieben Quadratkilometer großen Waldgebiet wachsen unter anderem Täublinge, Pfifferlinge und Steinpilze. An Wochenenden kann es ziemlich voll werden. Am besten gehst Du unter der Woche auf Pilzsuche.

Tegeler Forst – Pilze sammeln für die ganze Familie

Der Tegeler Forst im Norden Berlins ist ein ideales Ziel für Familien und Kinder. Auf den zahlreichen Wanderwegen kannst Du durch das Dickicht des Waldes streifen und dabei Steinpilze, Pfifferlinge und Rotfußröhrlinge sammeln. Der Tegeler Forst bietet eine entspannte Atmosphäre und eignet sich bestens für einen gemeinsamen Ausflug in die Natur.

Tiergarten – Pilze in Berlins Zentrum

Berlins grüne Lunge bietet nicht nur eine willkommene Auszeit vom urbanen Trubel, sondern auch die Möglichkeit, Pilze zu sammeln. Zwischen der Spanischen Botschaft und dem Großen Stern sprießen regelmäßig Schönfußröhrlinge, Champignons und Riesenschirmlinge. Bei einem Pilzausflug in den Tiergarten genießt Du die Natur und bewunderst nebenbei die Vielfalt an wild wachsenden Kräutern.

Spandauer Forst – Pilze sammeln im Eiskeller

Im Spandauer Forst im Nordwesten Berlins befindet sich der sogenannte Eiskeller – einst ein kalter, in den Boden gemauerter Vorratsraum. Der Eiskeller gilt als das kälteste Gebiet Berlins, was ihn zu einem spannenden Ort für Pilzsammler macht. Wenn Du Dich den frischen Temperaturen stellen möchtest, hast Du gute Chancen, mit einem reichen Pilzfund belohnt zu werden. 

Schorfheide – für Pilzfreunde im Berliner Umland

Die Schorfheide im Berliner Umland zählt zu den beliebtesten Pilzgebieten der Region. Hier lassen sich neben Pfifferlingen und Steinpilzen auch Maronen, Birken- und Butterpilze finden. Besonders die späten Monate der Pilzsaison sind hier spannend.

Im Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist das Sammeln von Pilzen für den persönlichen Gebrauch erlaubt, solange es sich um kleinere Mengen handelt. Wenn Du mehr über Pilze erfahren willst, hast Du die Möglichkeit, an geführten Pilzwanderungen der Naturwacht Chorin teilzunehmen oder Dich dort professionell beraten zu lassen.

Bucher Forst – Pilzparadies an der Grenze

Der Bucher Forst erstreckt sich am nordöstlichen Stadtrand Berlins und gehört teilweise zum Berliner Stadtgebiet, teilweise zum Naturpark Barnim. Die Vielfalt dieses Waldes ist beeindruckend und macht ihn zu einem beliebten Ziel für Pilzfreunde. Mit etwas Glück stößt Du auf wertvolle Steinpilze, köstliche Maronen und die begehrten Rotkappen.

Richtig sammeln: So bleiben Deine Funde frisch

  1. Nutze ein Körbchen aus luftdurchlässigem Material statt einer Plastiktüte. In der Tüte schwitzen die wasserhaltigen Pilze und werden schnell unbekömmlich. 
  2. Hebe die Pilze mit einem Messer vorsichtig aus dem Boden oder schneide sie ab und verschließe das Loch wieder, damit das Myzel im Boden geschützt bleibt. 
  3. Sammle nicht bei nassem Wetter, sonst schimmeln die Pilze schneller.
  4. Putze bekannte Arten am besten direkt im Wald vor und lasse Erde, Humus und madige Stellen dort.
  5. Verzehre Wildpilze niemals roh, sondern immer ausreichend erhitzt.

Herbst-Highlight in Berlin: Die Grand Show im Friedrichstadt-Palast

Foto von Admill Kuyler, Friedrichstadt-Palast

Nachdem Du Dich in den grünen Wäldern Berlins von der Ruhe der Natur hast verzaubern lassen, wartet im Friedrichstadt-Palast eine völlig andere Dimension der Magie. Noch bis Juni 2027 nimmt die Grand Show BLINDED by DELIGHT Musicalfans mit auf eine Reise durch die Welt der Träume, des Staunens und des Glücks. Über 100 außergewöhnliche Künstlerinnen und Künstler verwandeln die größte Theaterbühne der Welt in ein leuchtendes Spektakel – ein unvergessliches Erlebnis.

 

Credits Titelbild: Andrew Ridley, Unsplash

Bild von Standing Ovations mit Blick auf die Abschlussszene der Grand Show Blinded by Delight
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*Gemessen an der Gesamtzahl der
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2026-10-06 23:49:02 | 1791330542

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