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18. November 2022

Israelische Restaurants in Berlin

Dir fällt bei jüdischem Essen höchstens Falafel ein? Das muss sich ändern! Israelische Speisen sind vielfältig und im Trend. Tel Aviv hat eine lebendige Food-Szene. Auch in Berlin servieren junge Israelis zauberhafte Gerichte. Die jüdische Küche ist geprägt vom Orient- und Mittelmeerraum. Man unterscheidet die aschkenasische und die sephardisch-orientalischen Küche (Israelische Küche). Zur sephardischen Küche gehören Pilaws (aus Reis oder Bulgur), Teigtaschen (Samosa, Pastel und Börek) oder Gemüsegratins. Jerusalem ist der Ursprung dieser Küche. Zur aschkenasischen Küche gehören Bagel (ja, sie kommen nicht aus den USA!) und andere Mehlspeisen sowie z. B. Essigfleisch. Es gibt viele Traditionen, welche Gerichte zu welchen Festlichkeiten verzehrt werden. Die aschkenasische Küche ist den österreichischen Mehlspeisen sehr ähnlich.
 

 

Shalom – die besten israelischen Restaurants

 

Joseph

Herzhafte Baklava, raffiniert gewürzte Fleisch- und Fischgerichte sowie vielfältige Vorspeisen werden im Joseph in der Friedrichstraße 113 serviert. Man merkt, dass Spitzenkoch Yossi Elad hier Einfluss genommen hat. Für ein Hotelrestaurant ist das Joseph ausgesprochen innovativ. Allein die Innengestaltung wirkt nicht wie die von einer Hotelkette. Schwarz-Weiß Bilder zieren die Wände komplett, hier gibt es viel zu sehen. Seit 2021 ist Ronen Dovrat Bloch Küchenchef – in Israel ist er ein Star. Hin da!

 

Masel Topf

„Masel tov” heißt ein hebräischer Glücksspruch. Davon ist der Name “Masel Topf” abgeleitet. Es gibt hier saisonale Gerichte mit Bio-Zutaten. Die Köstlichkeiten sind modern interpretiert. Für Neugierige bietet das jüdische Restaurant ein Tasting-Menü mit vier Gängen. So kann man fast die ganze geschmackliche Bandbreite kennenlernen. Auf Lebensmittelunverträglichkeiten wird in diesem Restaurant im Prenzlauer Berg Rücksicht genommen.
Freitag und samstagabends gibt es ab 21 Uhr Livemusik vom Piano. Du solltest unbedingt vorher reservieren.

 

Kanaan

In der Schliemannstraße im Prenzlauer Berg befindet sich das vielleicht bekannteste israelische Restaurant in Berlin. Es gibt hier palästinensische und israelische Gerichte. Der Fokus liegt auf veganen Speisen, die sehr ansprechend präsentiert werden. Betreiber und Personal flirten in angenehmer Art mit den Gästen. Das Kanaan präsentiert sich bunt und weltoffen. Hier fühlt sich jeder wohl. Ein besonderes Angebot sind die Kochkurse. Perfekter Hummus? Kriegst Du auch hin!
 

 

Kitten Deli

Das Kitten Deli in der Friedelstraße (Neukölln) versorgt hungrige Menschen sehr herzlich. Hier gibt es Shakshuka (pochierte Eier in einer Sauce aus Tomaten, Chilischoten und Zwiebeln), gerösteter Blumenkohl, Sabich (israelisches Sandwich) und vieles mehr. Gründerin Ngoc Duong betreibt auch das “Katies Blue Cat” und finanzierte den Umbau des Kitten Deli mithilfe einer StartNext Kampagne mit großem Vertrauensvorschuss. Es hat sich gelohnt. Küchenchef Yuval Belhans erzeugt mit seinen Kreationen Stammgäste.

 

Night Kitchen

Frische israelische und mediterrane Gerichte gibt es in der Oranienburger Straße in der “Night Kitchen”. Das Restaurant wirkt super gemütlich und stilvoll – gepaart mit einer Prise Humor. Du wirst hier mit der Entscheidung, was Du essen solltest, nicht alleine gelassen. Das Personal fragt Dich nach Deinen Vorlieben und serviert frische Speisen, die traditionell zum Teilen sind. Dieser Ort ist ein Erlebnis.

 

Layla

Hier schwingt ein Marokkaner mit israelischen Wurzeln das Zepter bzw. den Kochlöffel. Meir Adoni hat sein Handwerk in Sydney, Paris und Kopenhagen gelernt. Seine Restaurants in Tel Aviv und New York sind ebenso erfolgreich wie die Berliner Varianten. Das Layla befindet sich nahe dem Tempodrom in Kreuzberg. Ohne Frage ist das Kunst! Der Fokus liegt hier nicht rein auf jüdischen Speisen, Einflüsse aus der ganzen Welt werden deutlich.

 

AVIV 030

Das AVIV 030 bietet mittags leckere Lunch-Bowls mit jüdischen Spezialitäten in Rixdorf (Neukölln). Abends gibt es hier Musik vom DJ. Die Auswahl der Speisen ist begrenzt, aber das ist bei guten Etablissements ja meistens so. Falls man keinen Platz mehr bekommt, so kann man die Speisen auch nach Hause bestellen.
 

 

Café Mugrabi

Dieses jüdische Café versprüht Lebensfreude. Man kann hier toll frühstücken. Das Mugrabi befindet sich in der Görlitzer Straße 58 im Herzen von Kreuzberg. Bei gutem Wetter kann man wunderbar draußen sitzen. Die Karte ist klein, aber fein.

 

Shishi

In der Ritterstraße in Kreuzberg kann man im Shishi wunderbare Abende mit Freunden verbringen. Es lohnt sich bei mehreren Personen, das Menü des Hauses zu bestellen und so von vielen Leckereien zu probieren. Geteilte Freunde ist doppelte Freude.

 

Feinberg’s

Das Feinberg´s bietet eine kulinarische Reise durch die sephardische Küche. Es liegt in der Fuggerstraße 35 in Schöneberg. Ein israelisches “Mischmasch”-Menü ist für 59 Euro zu haben. Die Auswahl ist hier vielfältig. Im Sommer kann man gemütlich unter der grünen Markise sitzen und leckeres Shakshuka genießen.

Mogg

Im Mogg in der Auguststraße gibt es köstliche Pastrami-Sandwiches. Ab 12 Euro geht es los. Falls Dir das für ein Sandwich zu teuer ist, warst Du vielleicht noch nicht hier. Es handelt sich um ganze Mahlzeiten zwischen zwei Brotscheiben.
 

 

Jüdische Speisegesetze

Die jüdische Küche ist geprägt von den jüdischen Speisegesetzen, auch “Kaschrut” genannt. Sie kann man in der Thora nachlesen, der hebräischen Bibel. Dort sind koschere Lebensmittel erwähnt, die in drei Gruppen aufgeteilt werden können: Fleischige, milchige und neutrale. Milchige und fleischige Speisen dürfen nicht zusammen konsumiert werden. Wer auf koscheres Fleisch verzichten möchte, hat eine große Auswahl an vegetarischen Optionen.
 

Friedrichstadt-Palast – jüdische Wurzeln

Warum schreiben wir als Palast Theater über jüdische Restaurants in Berlin? Wir glauben, dass das jüdische Leben wieder sichtbarer sein sollte. Gutes Essen verbindet, das hat bestimmt jeder schonmal erfahren. Der Friedrichstadt-Palast hat jüdische Wurzeln.1919 eröffnete der jüdische Theaterregisseur Max Reinhardt einen Vorgänger des heutigen Palast Theaters. Eine über 100-jährige Geschichte! Den Nazis war das bunte Treiben ein Dorn im Auge. Auch die Mitgründer Erik Charell (Jude und auch noch homosexuell!) und Hans Poelzig (expressionistischer Architekt) eckten bei der menschenverachtenden Regierung an. Max Reinhardt und Erik Charell konnten vor dem Holocaust in die USA fliehen. Wir gedenken der jüdischen Geschichte und setzen uns für Freiheit, Vielfalt und Demokratie ein.

 
Credits:
Hummus Bowl | Foto: Unsplash / Sean Bernstein
Falafel | Foto: Unsplash / Louis Hansel
Tabbouleh | Foto: Unsplash / Louis Hansel
Shakshuka | Foto: Unsplash / mk. s

98% Weiterempfehlung

96% Weiterempfehlung

Zertifikat für Exzellenz
Gewinner 2012-2022

Deutschlands bestbewertetes
Show-Theater*

*Gemessen an der Gesamtzahl der
5-Sterne-Bewertungen

2022-11-26 08:40:10 | 1669452010