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Queer Berlin

Queer in Berlin

Berlin ist kunterbunt, das spiegelt sich in den vielfältigsten Gruppierungen der Stadt wieder, so auch den Queers, den Schwulen und Lesben, den Transgender, Transsexuellen und Heterosexuellen. Hier darf jeder sein, wie er ist. Die Stadt lässt Vielfalt und Emanzipation in allen Formen zu. Berlin bricht Tabuisierungen und schafft ein Umfeld für alle Lebensumstände. Das gelingt mal mehr, mal weniger gut. Wer sich hier jedoch nicht traut er selbst zu sein – verpasst das wahre Leben in Berlin.

 

Die Queer Szene ist in viele Interessengruppen aufgeteilt, sie gestalten maßgeblich das Kulturprogramm der Stadt, Radiosender, Print- und Onlinepublikationen. Siegessäule ist das auflagenstärkste Stadtmagazin und liegt an vielen Orten in Berlin kostenfrei aus, Zielgruppe ist hier eindeutig die LGBT Community. Veranstaltungshinweise, Kleinanzeigen, Politik und Gesellschaftsthemen werden monatlich aus queerem Blickpunkt beleuchtet.

Gay Berlin

Wer nur auf einen Besuch nach Berlin kommt, kann an einer Queer Berlin Guided Tour, einer Stadtführung zur Queer Szene in Berlin teilnehmen. Die Tour zeigt den Einfluss der Szene auf das Stadtbild und die Stadtgeschichte von der Preußenzeit bis heute. Der am stärksten von Queer geprägte Bezirk Schöneberg, besonders das Areal zwischen Nollendorfplatz und Winterfeldtplatz, ist bis heute durch seine vielen Queer- Restaurants, Cafés und Bars geformt. Urgesteine der Berliner Bar Szene wie das Mann-O-Meter oder die Hafenbar kennt nun wirklich jeder und sind einen Besuch wert.

 

Sommer in Berlin steht ganz im Zeichen der Queer

Sommer Berlin Mauerpark

Für Queer gibt es in Berlin im Juli zahlreiche Feste und Demos. Das Lesbisch-Schwule Stadtfest zieht jedes Jahr immer mehr Gäste an, am 21. und 22. Juli 2018 wird unter dem Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche –weltweit“ mit mehr als 100 Projekten das beliebte Fest begangen. Auch die Berlin Queer Days bieten ein Rahmenprogramm vom 19. bis 29. Juli 2018. Von früh bis spät gibt es Themen rund um den Themenschwerpunkt „stronger than yesterday“. Das Tagesprogramm richtet sich vor allem an Familien gleich welcher geschlechtlichen Orientierung, denn auch in Berlin gibt es eine steigende Anzahl von gleichgeschlechtlichen Elternpaaren.

 

Alle Familienmodelle leben in Berlin

 

Berlins bunteste und bekannteste Queer Demo des Jahres, der Christopher Street Day, findet am 28. Juli 2018 bereits zum 40. Mal unter dem Motto „My body, my identity, my life!“ statt. Um 12 Uhr startet der Zug am Kurfürstendamm und findet sein Finale am Brandenburger Tor. Natürlich wird hier auch Party und laute Musik gemacht, aber es geht gleichzeitig um einen politischen und gesellschaftskritischen Dialog. Die Forderungen aller Bevölkerungsgruppen werden durch die Szene aufgegriffen, interpretiert und sind daher wichtig für Berlin und über die Stadtgrenzen hinaus. Das Schwule Museum beispielsweise hat über die Jahre sein Portfolio erweitert und bietet inzwischen Ausstellungen und eine Präsenzbibliotheken zu den Themen Diversität und Geschlechterkonzepten an. Genau das ist Berlin, divers und vielfältig.

CSD vor dem Palast

Der Friedrichstadt-Palast steht für Toleranz

 

Als Europas größtes Showtheater setzt sich der Friedrichstadt-Palast ganz bewusst und öffentlich für eine tolerante Gesellschaft ein. Mit dem Statement RESPECT EACH OTHER unter dem Banner der „Colours of Respect“ setzt die Berliner Bühne ein klares Zeichen und verpflichtet sich selbst zu gegenseitigem Respekt. Nicht zuletzt sind die Produktionen des Friedrichstadt-Palasts eine Hommage an das Leben in all seinen Formen.

 

Auch die VIVID Grand Show widmet sich den Facetten des Lebens und seinen Möglichkeiten. Die neueste Palast-Produktion ist eine Liebeserklärung an das Leben. Mit über 100 wundervollen Künstler*innen aus 26 verschiedenen Nationen auf der größten Theaterbühne der Welt. Zwölf Millionen Euro Produktionsbudget schaffen fantastische Kostüm- und Bühnenbilder in beispiellosen Dimensionen.

 

Die Krönung: Philip Treacy, der „berühmteste Hutmacher der Welt“ (THE TIMES). Der begnadete Kopfschmuckmacher arbeitet für die Queen, den europäischen Hochadel, Alexander McQueen, Lagerfeld, Ralph Lauren, Lady Gaga und Madonna. Der Londoner verantwortet die Design Direktion, Stefano Canulli (Paris/Rom) das extravagante Kostümdesign.

 

Die große Weltpremiere findet am 11. Oktober im Palast statt. Ab dem 27. September laufen bereits die Preview-Veranstaltungen. Tickets sind schon ab 19,80€ erhältlich.

 

Das Nachtleben in Berlin ist queer

Queeres Nachtleben Berlin

Genauso schillernd wie der Friedrichstadt-Palast ist die bekannte Partyreihe Gayhane im SO36 in Kreuzberg. Hier gehen Bauchtanz und Popmusik ineinander über, Special Acts aus der Szene performen live und vereinen Partystimmung mit kulturpolitischen Nachrichten: ihr seid alles Menschen, ihr seid alles Berliner*innen gleich welcher Gruppe, Religion und Herkunft. Hier geht keiner eher nach Hause. Ein absoluter Insidertipp – an der Bar nach dem Apfel-Zimt-Shot fragen. Auch das Schwuz, mittlerweile in Berlin Neukölln verankert, ist eine Berliner Institution der Queer Szene. Die verschiedenen Mottopartys, Musikrichtungen und Eventreihen bieten für jeden Geschmack etwas an. Und ansonsten ist in den Berliner Clubs jeder willkommen, es macht keinen Unterschied wer man ist oder wo man herkommt, Queer ist Alltag in Berlin. Zum Glück.

 

Credits:
„Enough is enough – Open your mouth!“ | Foto: Flickr / Marco Fieber (CC BY-NC-ND 2.0)
Nachtstimmung in Berlin | Foto: Flickr / fidel_barto (CC BY-ND 2.0)

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