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18. September 2021

Fotolocations in Berlin

Wer in Berlin die beste Fotolocation sucht, wird enttäuscht. Die gibt es nicht. Es gibt so viele tolle Fotolocations, dass man die Qual der Wahl hat. Hier unser ultimativer Guide für alle, die gerne fotografieren und einen Tag Zeit haben.

 

Tagestour Berliner Süd-Osten mit Rad

Im Osten geht die Sonne auf! Leider muss man sich für einen Spot entscheiden und kann nicht zur gleichen Zeit überall sein. Natürlich braucht man auch Glück mit dem Wetter. Bei starker Bewölkung ergibt sich ein anderes Bild, als bei wolkenlosem Himmel. Am besten sind leichte Wolkenformationen. Der Wecker ist dein Freund, um tolle Motive im schmeichelnden Morgenlicht einzufangen. Am besten, du packst auch ein Weitwinkelobjektiv und ein Stativ ein.


 

Sonnenaufgang in Berlin fotografieren

Wir empfehlen, deine Tour an der Spree hinter der East-Side Gallery zu starten. Von der Warschauer Straße kommst du z. B. gut dahin. Von hier aus kannst du die Oberbaumbrücke fantastisch einfangen. Damit du schnell von A nach B kommst, empfehlen wir, mit dem Rad zu fahren. Flitze damit zur Oberbaumbrücke und von dort aus die Puschkinallee runter zur Elsenbrücke. Von hier aus kannst du die Molekule Man glitzern sehen. Deine nächste Station ist der Treptower Park. Auf der Insel der Jugend gelingen dir sicher auch ein paar schöne Bilder. Zeit für eine Verschnaufpause. Du hast hoffentlich an eine Thermoskanne Kaffee und eine Stulle gedacht?

 

Schöne Orte in Berlin zum Fotos machen

Nicht weit von der Insel der Jugend liegt im Plänterwald der alte Spreepark. Dieser Lost Place ist leider nicht mehr zu betreten. Man kann jedoch Führungen buchen. Der ehemalige Freizeitpark bietet viele tolle Motive sowie morbiden Charme bewachsener Fahrgeschäfte und auf dem Boden liegende Dinosaurier. Falls es zeitlich nicht mit einer Tour passt, so bekommst du einen guten Eindruck von der Stadt, wenn du von der Insel der Jugend weiter am Wasser Richtung Osten fährst.


 
Wenn du sportlich fit bist, so kannst du noch weiter radeln. Die Gartenstadt Falkenberg, auch Tuschkastensiedlung genannt, liegt etwas außerhalb im Bezirk Treptow-Köpenick. Die bunten Häuser sind ein Fotospot, der eher ein Geheimtipp ist.

Mache dich nun auf den Weg nach Neukölln. Dein Ziel ist der alte Flughafen Tempelhof. Hier gibt es zahlreiche schöne Fotospots. Ob Garten, Landebahn oder bunte Drachen. Hier ist immer was los. Auch die Sportler sind sehr beeindruckend auf allem was rollt.
Im Anschluss hast du sicher Hunger und Durst. Der Klunkerkranich ist ein Lokal auf einem Einkaufszentrum in den Neukölln Arcaden und ab 16 Uhr geöffnet. Hier kannst du den Blick über die Stadt genießen und schöne Bilder machen.

 
Als nächstes Ziel bietet sich der Friedhof in der Bergmannstraße an. Gerade in der Dämmerung kann man hier gruselige Bilder machen. Nicht allzu weit entfernt ist der Viktoriapark mit einem weiteren Panoramapunkt. Gehe immer dem Wasserfall entlang nach oben. Dort ist das Nationaldenkmal der Befreiungskriege. Der Blick über die Stadt ist wunderschön.

 

Fototour Berlin-City mit den Öffis

Gute Street-Fotografie kannst du an verschiedenen Stellen der Stadt machen. Ob Kottbusser Tor oder um den Oranienburger Platz, je nach Standort kannst du hier deine Fototour starten. Ein beliebtes Fotomotiv ist der Alexanderplatz. Den kann man auch vom ParkInn Hotel gut einfangen. Für kleines Geld gelangt man ganz nach oben und kann den Berliner Fernsehturm, der auch an eine Discokugel erinnert, fantastisch fotografieren.


 
Vom Alexanderplatz kommst du mit der U5 zum Reichstagsgebäude (Haltestelle Bundestag), ein sehr populäres Fotomotiv. Auch das Innere ist sehenswert. Man muss die Tour aber im Voraus buchen. Auch das Bundeskanzleramt ist ein tolles Fotomotiv in Verbindung mit der Spree. Nachts sind die Gebäude im Regierungsviertel teilweise beleuchtet, es lohnt sich zu jeder Tageszeit.

Alternativ kannst du mit der S-Bahn zum Hackeschen Markt fahren. Die Hackeschen Höfe sind ein tolles Foto-Motiv. Von hier aus kannst du Richtung Museumsinsel gehen. Vom Monbijou Park aus hast du einen fantastischen Blick auf das Bode-Museum. Das Pergamonmuseum und den Berliner Dom solltest du auch mit der Kamera einfangen.

Wenn du dich dazu entschließt, zum Teufelsberg zu gelangen, dann kannst du z. B. bis zur S-Bahn Station Heerstraße fahren und von dort aus ca. 30 Minuten durch den Wald laufen. Die alte Abhörstation ist beeindruckend und ein beliebter Fotospot. Es kostet Eintritt und ist bis Sonnenuntergang geöffnet.

Alternativ könntest du mit dem RE7 eine Tagestour in die Beelitzer Heilstätten machen. Das alte Krankenhaus lockt mit morbidem Charme außerhalb der Stadt. Vom Baumkronenpfad hat man einen tollen Blick.

 

Verschnaufpause im Palast Berlin

Wahrscheinlich schmerzen dir langsam deine Füße und du möchtest dich erholen. Unser Vorschlag: Der Friedrichstadt Palast.
Das Thema Fotografie spielt eine zentrale Rolle in der ARISE Grand Show, der Protagonist Cameron ist Fotograf. Fotografie als Sinnbild dafür, zum Einen jeden Moment zu leben und zu genießen und zum anderen die Erinnerung dieser flüchtigen Augenblicke des Lebens festzuhalten und wertzuschätzen, weil sie so schnell vorbei sind.

Kristian Schuller ist einer der bekanntesten Modefotografen Deutschlands, der auch international äußerst erfolgreich ist. Er ist Teil des Kreativteams für die ARISE Show. Seine kunstvollen Fotografien inszeniert der in New York und Berlin lebende Fotograf besonders farbgewaltig. Auch die weltbekannte Fotografin Ellen Unwerth setzte die Protagonisten der Show gekonnt in Szene.
Auch Sven Marquardt, der berühmte Türsteher des Berghains, beeindruckt mit seiner Fotografie und ließ sich von einer Palast-Show inspirieren. Fotos von Tänzer:innen findet man z. B. in seinem Buch StageLess. Er stellte seine Werke auch im Friedrichstadt-Palast aus.

 

Berlin bei Nacht fotografieren

Wenn die Show vorbei ist und du noch nicht müde bist, dann schnapp dir deine Kamera und los. Nachts kann man gut an Verkehrsknotenpunkten mit einer langen Belichtungszeit den Verkehr fotografieren. Am besten, du nimmst dazu ein Stativ mit. So entstehen die lebendig wirkenden Bilder mit den Lichtern der Autos. Auch der Funkturm oder der Fernsehturm sind tolle Fotomotive in der Nacht. Vielleicht hast du sogar Glück und besuchst Berlin zum Festival of Lights (immer im frühen Herbst). Dann sind viele Gebäude bunt angestrahlt. Ohne Blitz gelingen nachts die schönsten Bilder.

 

Die besten Fotoausstellungen von Berlin

Um sich inspirieren zu lassen, kann man sich tolle Fotoausstellungen ansehen. Am Ende des Tiergartens ist das Museum für Fotografie und das c/o Berlin mit international hervorragendem Ruf. Im Museum für Fotografie ist ab Oktober 2021 – Mai 2022 eine Helmut Newton Ausstellung.
Auch das Willy-Brand-Haus bietet hochkarätige Foto-Ausstellungen, die sogar kostenlos besucht werden können. Gezeigt werden z. B. Bilder des Global Peace Photo Awards oder der World Press Photo Exhibition.
Die Berlin Photo Week beeindruckt Fotografen wie Laien mit Workshops, Ausstellungen und Inszenierungen. Hier bekommt man aus erster Hand die besten Fototipps und kann sich mit Gleichgesinnten zu Fotolocations austauschen.

 
Credits:
Sonnenaufgang Berlin | Foto: Flickr / Der Karlshorster (CC BY-NC-ND 2.0)
Spreepark Plänterwald | Foto: Flickr / Rool Paap (CC BY 2.0)
Der Klunkerkranich in Neukölln | Foto: Flickr / Julian Nelken
Park Inn | Foto: Flickr / Prasad Pillai (CC BY 2.0)
Teufelsberg | Foto: Flickr / Stas Rozhkov (CC BY 2.0)
National Galerie | Foto: Flickr / Naval S (CC BY-NC 2.0)

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2021-12-03 19:55:06 | 1638561306