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Roman Lob, Gesangssolist

Gesangssolist in THE ONE Grand Show | seit 2016 am Palast

„Für mich ist THE ONE Grand Show das beste Ausdauertraining überhaupt! Warum? Weil ich seit der Weltpremiere im Herbst 2016 Abend für Abend beim Song ‚Glaubst Du‘ auf einem in die Bühne eingebauten Laufband renne – und gleichzeitig noch singe! Da ist Kondition gefragt. 250 km werde ich bis zur Dernière, der letzten Vorstellung, am 5. Juli zurückgelegt haben, also fast die halbe Strecke nach Köln, meiner Heimat. Dorthin zieht es mich wieder zurück, aber Berlin werde ich oft besuchen. Ich liebe diese verrückte Stadt und in ihrer Mitte den Palast.

 

In THE ONE Grand Show spiele ich einen jungen Partygast, der sich auf einer Undergroundparty in einem lang verlassenen Revuetheater in der magischen Aura des Ortes verliert. In einer Art Wachtraum führt mich die ehemalige Theaterprinzipalin mit ihrem Alter ego als junge, gefeierte Artistin durch die Welt der Revue. Sie verdreht meiner Figur komplett den Kopf – und wird meine THE ONE.

 

Früher hätte ich nie gedacht, einmal auf der größten Theaterbühne der Welt zu stehen. Schauspiel und Tanz generell, das war eigentlich nie mein Ding. Deswegen reagierte ich auch erst etwas unsicher, als mein Manager fragte: ‚Lust auf Theater?‘ Doch wenn der Palast schon einmal an die Tür klopft, sagt man nicht nein. Und spätestens als ich das erste Mal bei der Audition auf dieser riesigen Bühne stand, wusste ich, das könnte wirklich prima passen.

 

Das Haus dachte das offensichtlich auch, obwohl ich weder Schauspiel- noch Tanzerfahrung habe. Man wollte einen frischen Charakter, der heraussticht, weil er eben nicht Teil der Revueszene ist. Trotzdem war ich unglaublich aufgeregt, besonders, als es bei den ersten Proben hieß: ‚Pack Sportsachen ein, wir sind im Ballettsaal!‘ 😲 Heute weiß ich, dass meine Sorgen völlig unbegründet waren. Schließlich arbeiten am Palast absolute Vollprofis, die wissen, wie man einem Tanzunerfahrenen wie mir Hebungen und Choreographien beibringt. Überhaupt hat mich die Professionalität in allen Bereichen begeistert: Vom perfekt getimten Tages- und Show-Ablauf bis hin zur Kommunikation untereinander. Das Ensemble ist ein eingespieltes Team, wo alles bis auf den letzten Handgriff passt.

 

Noch heute – nach mehr als 475 Auftritten – bin ich jedes Mal ganz hin und weg, wenn ich vor rund 1.900 Zuschauer*innen aus der ganzen Welt stehe. Mittlerweile verlaufe ich mich wenigstens nicht mehr – nicht wie beim Vorsingen, als ich mich auf dem Weg zur Toilette komplett verirrt habe… Deswegen bin ich zu meiner ersten Anprobe mit Jean Paul Gaultier auch über eine halbe Stunde zu früh gekommen, um ja pünktlich zu sein!

 

Renne ich mal nicht über die Bühne, dann durch Prenzlauer Berg oder das Brandenburger Land mit meiner sechs Monate alten Jagdhündin Heidi. Mindestens anderthalb Stunden bin ich mit ihr täglich laufen, am liebsten bei Zossen – da kann sie sich super austoben 😉“

 

Fotos: Dennis Weinbörner

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