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Die schönsten Theater Berlins

Gendarmenmarkt

Bundeshauptstadt, Kulturhauptstadt und vor allem Theaterhauptstadt – keine andere Stadt bietet so viele Bühnen und Aufführungsorte wie Berlin. Theaterliebhaber*innen entdecken in der Hauptstadt sowohl geschichtsträchtige Bühnen als auch Theaterinitiativen aufstrebender Akteur*innen. An jeder Ecke wimmelt es von kreativen Ideen – damit Sie nicht den Überblick verlieren, stellen wir Ihnen die besten Theater in Berlin vor, die Sie besucht haben sollten.
 

Das East End Theaterviertel

East End Theaterviertel
Möchten Sie die ganz großen Bühnen Berlins erleben, kommen Sie am East End Theaterviertel nicht vorbei. Es umfasst die Friedrichstraße in Berlin-Mitte, führt über die Prachtstraße Unter den Linden und erstreckt sich bis zu den Hackeschen Höfen. Nirgendwo sonst finden Sie eine so hohe Theaterdichte wie hier. Die East End Theater Berlin setzen sich aus fünf großen Theatereinrichtungen zusammen:
 

Der Friedrichstadt-Palast:
Die meistbesuchte Spielstätte Berlins ist der Friedrichstadt-Palast. Verantwortlich für den Besucherandrang von 700.000 Menschen jährlich sind die riesige Showbühne mit modernster Technik und die einzigartigen Grand Shows. Dabei handelt es sich um eigens produzierte, prunkvoll inszenierte Revue-Aufführungen. Gäste erleben bei den Shows Weltklasse-Akrobatik, aufwendige Choreografien und fantasievolle Kostüme bekannter Designer. Kritiker*innen schwärmen vom Palast als „Las Vegas in Berlin“, und wer exquisite Show-Erlebnisse liebt, ist dort richtig.
 
Für THE ONE Grand Show wurden die 500 Kostüme vom Stardesigner Jean Paul GAULTIER entworfen. Tickets gibt es bereits ab 19,80 Euro zu kaufen, trotz allen Glamours.
Friedrichstadt-Palast
 

Das Chamäleon:
Beim Chamäleon ist der Name Programm – die hochwertige Licht- und Tonanlage, ein variables Bühnensystem und ein ebenso wandelbares Bestuhlungssystem machen jede Aufführung einzigartig. Sie erleben dort innovative, artistische Shows, die sich an ein internationales Publikum richten. Das Chamäleon ist eines der erfolgreichsten Varieté-Theater in Berlin und verfügt über einen 360 Quadratmeter großen Saal, der im Jugendstil gestaltet ist. Neben einzigartigen Stücken wird dort auch eine großartige gastronomische Versorgung geboten.
 

Der Admiralspalast:
Mit über 100 Jahren hat der Admiralspalast so viel Geschichte erlebt wie kaum ein anderer Kulturstandort. Kulturelle und historische Entwicklungen haben das Gebäude und seine Veranstaltungen geprägt. Das sieht man auch an der Fassade und Einrichtung, die Moderne mit Historie verbinden. Hier gibt es immer einzigartige Shows zu sehen: Mal dient der Admiralspalast als Revuetheater, mal als Operettenhaus, mal als Musical-Bühne. Das Gebäude ist denkmalgeschützt und bietet einen glanzvollen Theatersaal mit 1.700 Sitzen und ein Studio mit 445 Sitzen.
Admiralspalast
 

Das Kabarett-Theater Distel:
Spitze Satire und (bissige) Live-Musik – die Distel ist deutschlandweit bekannt für ihre klassischen Kabarett-Nummern, Parodien, Sketche, Monologe und Musik. Das Ensemble behandelt tagesaktuelle politische und wirtschaftliche Themen und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund.
 

Der Quatsch Comedy Club: Der Quatsch Comedy Club bringt die Leute nicht nur vorm Fernseher zum Lachen – direkt neben dem Friedrichstadt-Palast erleben Besucher*innen dort jeden Donnerstag die besten Nachwuchstalente Deutschlands in Sachen Comedy. Neben den Solo-Auftritten gibt es auch die Talentschmiede-Shows; dort kann das Publikum entscheiden, welches Nachwuchstalent gefördert wird.
 

Weitere sehenswerte Theater in Berlin

Neben den Theatern des East End Theaterviertels findet man in Berlin weitere Theater mit innovativen, aber auch klassischen Konzepten. Natürlich gibt es auch viele andere Locations, in denen man wunderbare Events in Berlin erleben kann.
 

Die Staatsoper Unter den Linden:
Deutsche Staatsoper, Staatsoper im Schillertheater oder Staatsoper Unter den Linden – das erste Berliner Opernhaus gilt als kulturhistorisch bedeutendster Theaterbau in Berlin. Seit 1743 dient es als festlicher Aufführungsort für Werke der klassischen Musik. Überhaupt waren hier schon große Namen am Werk: Richard Strauss war bis 1918 königlicher Generalmusikdirektor, und jede Oper von Paul Dessau wurde in der Deutschen Staatsoper uraufgeführt.
Staatsoper Berlin
 

Die Komische Oper:
Die Komische Oper ist die kleinste Oper Berlins, bietet dafür aber große Aufführungen. Lange Zeit wurden alle Opernstücke komplett auf Deutsch aufgeführt, doch seitdem Barrie Kosky das Amt des Intendanten der Komischen Oper innehat, ist dies nicht immer der Fall. Das Programm der Komischen Oper reicht von klassischen Opern über als Theater inszenierte Opern bis hin zu Musicals.
 

Das Maxim-Gorki-Theater:
Mit 400 Plätzen ist das Maxim-Gorki-Theater das kleinste Staatstheater in Berlin. Die Klassiker und aktuellen Stücke, die hier aufgeführt werden, haben Umbrüche in der Gesellschaft zum Thema. Kritisch und rebellisch werden im Gorki-Theater politische und soziale Konflikte porträtiert. Das Haus kann außerdem auf eine lange Historie zurückblicken: 1827 wurde es zunächst als erster öffentlicher Konzertsaal Berlins erbaut, im Zweiten Weltkrieg wurde es zerstört und 1952 rekonstruiert.
Maxim-Gorki-Theater
 

Die Volksbühne:
Die Volksbühne in Berlin-Mitte trägt ihren Namen zu Recht. 1913–14 wurde sie erbaut und sollte sich durch Vereinsbeiträge von kulturinteressierten Vereinen finanzieren. Das Ziel: auch der Arbeiterschaft einen Theaterbesuch zu ermöglichen. Das Theater in Berlin unterhält auch heute noch ein eigenes Ensemble mit einem großen Repertoire an Eigenproduktionen. Die Volksbühne begeistert Besucher*innen mit innovativen Inszenierungen sozialkritischer und politischer Themen und versammelt Theater, Tanz, Konzert, Kino und Bildende Kunst unter einem Dach.
Volksbühne
 

Das Hebbel am Ufer:
Zum HAU gehören drei Spielstätten: Am Tempelhofer Ufer, am Halleschen Ufer und in der Stresemannstraße findet man je ein HAU. Das Theater zeigt vor allem Gastspiele und Koproduktionen, ein eigenes Ensemble gibt es nicht. Das Programm richtet sich vor allem an ein jüngeres Publikum. Das merkt man nicht zuletzt daran, dass auch international renommierte Gastspiele im Bereich Theater und Tanz ihren Weg in die HAU-Theater in Berlin finden.
 

Credits:
Gendarmenmarkt | Foto: Flickr /Olivier Bruchez (CC BY-SA 2.0)
Staatsoper im Schillertheater | Wikkimedia Commons / A.Savin
Maxim-Gorki-Theater | Foto: Wikimedia Commons / Pedelecs (CC BY-SA 3.0)
Volksbühne | Foto: Flickr / nate bolt (CC BY-SA 2.0)

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