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Premiere: Erklärung zur Nichteinladung einiger Botschafter*innen

Die Wahrheit ist nicht schwarz/weiß und wir können und wollen uns in bewegenden tagesaktuellen Themen nicht nach außen auf einen Standpunkt festlegen. Das wäre für einen Show-Palast auch unangebracht und vermessen.

In einer Sache jedoch haben wir eine klare Haltung, die wir stets mit friedlichem Nachdruck vertreten: Wir sind tolerant. Nur gegenüber Intoleranz sind wir intolerant.

Bisher haben wir zu Premieren des Palastes das gesamte diplomatische Korps Berlins eingeladen. Diesmal haben wir Botschafter*innen aus Ländern, in denen Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung von staatlicher Seite verfolgt und kriminalisiert werden, nicht zur Premiere von THE WYLD am 23. Oktober eingeladen.

Das werden wir auch in Zukunft so handhaben und beobachten das auf unserer „pinken Liste“, auf der in diesem Jahr erschreckende 83 Staaten stehen.

Es ist niemandem zuzumuten, mit Menschen im gleichen Raum zu feiern, die Staaten repräsentieren, in denen Menschen hingerichtet, verstümmelt, gedemütigt oder eingesperrt würden oder unter Strafandrohung nicht öffentlich über ihre normale (aber nicht mehrheitliche) sexuelle Orientierung sprechen oder diese nicht zeigen dürfen.

Unsere neue Grand Show THE WYLD steht – wie das heutige Berlin, gerade wegen seiner zeitweise mörderisch intoleranten Geschichte – für Freiheit und Toleranz.

Der englische Begriff „the wild“ bedeutet Natur oder Wildnis. Für uns steht der Titel für die Natur des Menschen in all (!) ihren Facetten und für die „Wildnis“ der Großstadt Berlin mit den unterschiedlichsten Lebensentwürfen.

Tolerieren heißt nicht automatisch zustimmen oder nachahmen, es heißt leben und leben lassen.

Wer das nicht akzeptieren will oder kann, ist nicht „herzlich willkommen“ im Palast, schon gar nicht als Ehrengast.

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