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Mauerfall 1989: DANKE – THANK YOU – Спасибо – MERCI

Am 9. November jährt sich zum 20. Mal der Fall der Mauer. Der Friedrichstadt-Palast war damals das Vorzeige-Unterhaltungstheater der DDR. Von hier gingen aber auch wichtige Initiativen der Mitarbeiter im Zusammenhang mit den Demonstrationen und der friedlichen Revolution von 1989 aus. Diese friedliche Revolution, die am 9. November 1989 im Mauerfall und am 3. Oktober 1990 in der Wiedervereinigung Deutschlands gipfelte, hat auch für den Friedrichstadt-Palast gewaltige, positive Veränderungen bewirkt.
Zum Mauerfalljubiläum bedankt sich der Friedrichstadt-Palast daher bei all denjenigen, ohne die dieses einmalige historische Ereignis überhaupt nicht möglich gewesen wäre.

Nach außen hin sichtbares Zeichen der Dankbarkeit sind ab 30. Oktober die Schriftzüge und damaligen Nationalflaggen in den Schaufenstern an der Friedrichstraße 107. Auf Deutsch, Englisch, Russisch, Polnisch, Tschechisch, Ungarisch und Französisch sagt Europas größter und modernster Show-Palast: „Danke den Mutigen und Freiheitsliebenden in Ost und West“.

Damit meinen wir: Danke dafür, dass Menschen aus Ost und West heute in Freiheit leben können, dass dem Friedrichstadt-Palast durch die unblutige Revolution überhaupt erst möglich war, zum Unterhaltungstempel Nummer 1 in ganz Deutschland und in Europa zu werden und dass Gäste aus der ganzen Welt ohne Einschränkungen reisen und somit auch in den Show-Genuss an der Friedrichstraße 107 kommen können. „Und, nicht zuletzt, auch Danke dafür, dass wir heute auf der Bühne sagen können, was wir wollen, ohne Berufsverbot oder Sanktionen fürchten zu müssen“, erläutert Dr. Berndt Schmidt, Intendant des Friedrichstadt-Palastes.

Der Dank gilt den mutigen und freiheitsliebenden Bürgern aller damals beteiligten Staaten, deren Grenzen heute jedoch nicht immer noch denen von 1989 entsprechen. Um alle damals Beteiligten einschließen zu können, hat sich der Friedrichstadt-Palast bewusst für die Verwendung der Nationalflaggen mit Stand vom 9. November 1989 entschieden. Schließlich waren es die Menschen in den damals gültigen Grenzen, die diese Umbrüche herbei geführt haben. „Mit der Verwendung der Nationalflaggen bedanken wir uns – um das ganz explizit zu sagen – nicht ‚bei der DDR‘“, so Schmidt weiter. „Ganz im Gegenteil, sondern bei den mutigen und freiheitsliebenden Menschen der damaligen DDR, darunter übrigens auch viele unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Hintergrund zum Datum: Der 30. Oktober 1989 war ein Montag und der Druck der Straße nahm stetig zu. An jenem Montag zogen 300.000 Menschen über den Innenstadtring von Leipzig. Eine große Inspiration auch für mutige Ost-Berlinerinnen und -Berliner: Am 4. November fand in Berlin die größte nichtoffizielle Demonstration in der Geschichte der DDR statt. Zahlreiche der bei der Demonstration verwendeten Transparente entstanden im Malsaal des Friedrichstadt-Palastes.

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