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Gay Glamour: Berlin feiert seine erste CSD GALA im Friedrichstadt-Palast

Am Freitag war es so weit: knapp 1.900 Gäste feierten die 1. Berliner CSD GALA, die den Auftakt des alljährlichen schwul-lesbischen Pride Festivals bildete. Für die Gäste gab es eine einmalige Sonderedition zu sehen: Unter dem Motto ‚CSD meets Yma‘. Und trotz einer kleinen technischen Panne vor dem großen Finale waren alle restlos begeistert.
Bühnengäste wie Cassandra Steen, Volkan Baydar, Gabi Decker und das homoerotische Männer-Pas-de-Deux 2Men sorgten gemeinsam mit dem über 100-köpfigen Showensemble rund um die langbeinige Yma für ein deutliches Ausrufezeichen gegen Homophobie. Dass diese immer noch allgegenwärtig – auch im Profisport – vorhanden ist, verdeutlichte die Talkrunde um ZDF-Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann. So kritisierte Degen-Weltmeisterin Imke Duplitzer, dass „…im Profisport 100 Fans ‚schwule Sau‘ rufen können, ohne dass Sanktionen verhängt werden.“ Journalist Ronny Blaschke riet zu einer Veränderung der Diskussionskultur: „Sie muss sachlich und seriös werden.“ Wie glamourös seriöse Aufklärung sein kann, bewies die Gala auf jeden Fall. Im Saal und danach im Foyer zelebrierten zahlreiche Prominente ‚Gay Glamour‘ und waren von der Idee, mit dieser verhomosexualisierten Yma-Sondervorstellung ein Zeichen für mehr Toleranz zu setzen, begeistert.
Für Rosa von Praunheim war es: „…die beste Show, die ich je gesehen habe“. Jorge Gonzales, Model und Catwalk-Trainer, findet Veranstaltungen wie die 1. Berliner CSD GALA wichtig: „Es sollte mehr Veranstaltungen wie diese geben. Jeder Mensch muss nach seiner Leistung beurteilt werden. Um beim Sport zu bleiben: Ein Tor ist ein Tor – egal, wer es schießt.“


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