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Martina Rehor, Vertrieb

Mitarbeiterin Theaterkasse | seit 2005 am Palast

Martina Rehor

„Knallrote Haare, eine dicke Knollennase und ein karierter Mantel mit großer Sonnenblume am Knopfloch: Clown Ferdinand war legendär in meiner Kindheit und meine erste Erinnerung an den Friedrichstadt-Palast. Zu DDR-Zeiten liebten Millionen Kinder, darunter auch ich, den tschechischen Schauspieler. Seine Shows im alten Palast am Schiffbauerdamm waren immer ausverkauft.
 
Seit 2005 arbeite in nun selbst hier – anfangs als Mitarbeiterin in der Ticket-Hotline. 2007 wechselte ich jedoch zur Theaterkasse. An meinen ersten Arbeitstag erinnere ich mich noch gut. Nach einer kurzen Schulung setzte ich das Headset auf und harrte der Dinge, die da kommen sollten: eine Finnin. Trotz leichter Aufregung, Englisch sprechen zu müssen, konnten wir uns einwandfrei verständigen, und ich verkaufte stolz meine ersten Tickets.
 
Unter dem Motto ‚Ich verkaufe Freude‘ berate ich fast täglich Gäste, die zu uns an die Theaterkasse kommen und die Shows besuchen möchten. Ich empfinde es als große Verantwortung, am Palast arbeiten zu dürfen. Oft sind meine Kolleginnen und ich der erste persönliche Eindruck, den die Gäste vom Haus bekommen. Und der sollte natürlich so positiv wie möglich sein.
 
2012 übernahm ich das Amt der Frauenvertreterin am Haus und bin seitdem per Gesetz ‚Hüterin‘ des Landesgleichstellungsgesetzes, kurz LGG, das die Gleichstellung von Frauen und Männern regelt. Ich beschäftige mich viel mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Entwicklungsperspektiven und Frauengesundheit. Dabei ist es wichtig, zuhören zu können und gemeinsam Lösungen zu finden.
 
Auch die Organisation des jährlichen Girls’Day liegt in meinen Händen. Hier lernen Schülerinnen die Arbeitswelt in unserem Haus kennen und gewinnen einen Einblick in die verschiedenen technischen Abteilungen wie Bühne, Ton und Beleuchtung. Ich finde es sehr bereichernd und abwechslungsreich, dieses Amt auszuüben.
 
Der Kultur blieb ich mein Leben lang treu. Studium der Kulturwissenschaften mit Nebenfach Theaterwissenschaft, diverse Jobs in Event-Agenturen und nun der Palast. Auch privat fasziniert mich die kulturelle Vielfalt in der Hauptstadt. Besonders gerne gehe ich ins Konzerthaus oder in die Oper – leider viel zu selten, aber wenn, dann zelebriere ich den Abend richtig.“

 

Fotos: Dennis Weinbörner

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